Immer mehr Menschen leiden unter einem so genannten Reizdarmsyndrom bzw. wissen mittlerweile, dass ihre früheren „Magenprobleme“ eigentlich ein Reizdarmsyndrom sind. In Deutschland rechnet man mit ca. 15 Millionen, in der Schweiz jeder zweite.


Was ist ein Reizdarm eigentlich genau? Mediziner verstehen darunter eine „funktionelle Störung des Verdauungstraktes“. Das bedeutet: Die Funktion des Darms ist beeinträchtigt, es lassen sich jedoch keine organischen Ursachen feststellen, welche diese Beeinträchtigung erklären könnten. Das ist auch der Grund, warum Betroffene immer wieder einmal für Simulanten gehalten werden. Häufig dauert es daher sehr lange, bis das Reizdarmsyndrom diagnostiziert wird.

Doch auch jenseits des eigentlichen Reizdarmsyndroms gibt es eine Reihe von Darm- und Bauchproblemen unterschiedlichster Ausprägung und Ursache, die mit Hypnose behandelt werden können.

Die Ursachen für solche Probleme können sehr vielschichtig sein. Stress (in Form von Anspannung oder Stresshormonen) kann „auf den Magen schlagen“, psychische oder emotionale Probleme können sich auf den Bauchbereich auswirken (Stichwort: „Bauchgehirn“), Entzündungen, Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen, orthopädische oder neurologische Probleme...

Nicht zu vergessen die komplexe Darmflora, die wiederum sensibel auf die emotional-hormonelle Situation des Körpers reagiert und auch mit dem Nervensystem in Verbindung steht.

Der Vorteil der Hypnose beim Thema Bauch / Magen / Darm ist, dass sie über ihren direkten Zugang zum Unterbewusstsein ein sehr breites Spektrum an möglichen Ursachen und Zusammenhängen abdecken kann (wahrscheinlich weit mehr als es das menschliche Bewußtsein je erfassen könnte!) und dass sie sich in allen oben genannten Bereichen bereits auf verschiedene Weise sehr bewährt hat.

Die Hypnose ist hier also auch geeignet, „schwierige Konstellationen“ anzugehen, bei denen man ansonsten medizinisch vielleicht keine so richtige Idee mehr hat, wie man ihnen anderweitig entgegenwirken könnte. Da die Hypnose schon in so mancher eigentlich „aussichtslosen“ Situation eine positive Wendung herbeiführen konnte, kann sie auch hier betroffenen eine Chance bieten, bei denen nichts anderes wirken wollte.

Eine große Herausforderung bei Magen- und Darmproblemen ist, dass die tatsächliche Ursache häufig gar nicht genau feststellbar ist. Was als „Reizdarm“ bezeichnet wird kann manchmal auch eigentlich ein „Reizmagen“ sein, manchmal ist es eine Stoffwechselproblematik, eine Verdauungsstörung oder eine „technische“ Ursache beispielsweise aufgrund einer Verengung, einer ungünstigen Drehung oder eines neurologischen Einflusses, der von außen nahezu unmöglich bestimmbar ist.


Die Asiaten wissen schon lange, die Gesundheit liegt im Darm.